Cerion exumense Plate, 1907

Original Description

XXIX. Cerion exumense n. sp. (Taf. 3, Reihe b, c, d).

            Diese Art scheint eine grössere Verbreitung innerhalb der Exumakette zu haben, denn ich kenne sie von drei verschiedenen Inseln, von Stocking Island gegenüber Georgetown auf Great Exuma und von drei verscheidenen Inseln, welche zwischen Shroud Cay und Conch Cut liegen müssen. Beide lagen dicht nebeneinander, nur durch einen höchstens 500 m breiten Meeresarm getrennt. Die grössere sei als "Hauptinsel", die kleinere als "Nebeninsel" bezeichnet.

            a) Lokalform von der Hauptinsel (Taf. 3, Reihe b).

            3 junge, 26 erwachsene Schalen. Colf sehr klein, bei über 50 % von aussen nicht sichtbar. Parf bei 2 Schalen gross, bei 7 mittelgross, bei 17 klein oser sehr klein. Parcall eine schmale, scharfe Leiste, die hoch oder sehr hoch ist. Per schmal, wenig verdickt, mit scharfer kante; meit niedrig, aber zuweilen bis 1 ½ mm hoch (b, 5); Rpl fehlt fast immer, nur bei 16 % sehr schmal angedeutet. Färbung ungefleckt; Rp weiss mit etwas rötlichem Schimmer; die Intvall weisslich oder hell- bis dunkelbraun, zuweilen an einzelnen Stellen heller als an den übrigen, so das seine ganz schwache Fleckung resultirt. Da die Intvall aber schmäler sind als die Rp, so überwiegt für den Gesamteindruck die helle Farbe der Rp, und die Schale erscheint hellfarbig. Mundhöhle hell braungelb, zuweilen dunkler. Eine besondere Eigentümlichkeit ist, dass die Parietalwand der Mundhöhle von 46 helleren und etwas erhabenen Streifen durchzogen wird, indem die Rp der letzten Windung durch die dünne Parietalwand hindurchschimmern. Rpzahl 3336 (Max.Freq. 36), Varbr 2743. Die Rp sind stark und schmal, so dass die Intvall ebenso breit oder breiter sind wie jene. Bei den Exemplaren mit 39 und 43 Rp, sind diese auch deutlich niedriger, wie bei Exemplaren mit 2736 Rp. Lg 2630 (Max.Freq. 28), Varbr. 2633. Gestalt, wie die Abbildungen zeigen, ziemlich plump, d. h. breiter im Verhältnis zur Höhe, als bei den zwei folgenden Lokalformen.

            b) Lokalform von der Nebeninsel (Taf. 3, Reihe c).

            35 junge, 122 ausgewachsene Schalen. Von den jugendlichen zeigen die kleineren (b, Nr. 1) bis zu 7 Windungen und 11 mm Höhe eine grosse Variabilität in den Falten der Mundhöhle: die Colf war mit einer Ausnahme immer vorhanden, dazu kamen eine Parf einmal, eine kleine basale Falte sechsmal, eine Parf und eine Basalfalte dreimal, endlich 2 Parf und eine Basalfalte dreimal. Diese drei letzten Exemplare waren also vierzähnig, resp. eins mit einer Andeutung einer zweiten Basalfalte sogar fünfzähnig. Siehe die abbildung S. 440.

            Die ausgewachsenen Schalen sind etwas schmäler wie auf der Hauptinsel und erscheinen daher schlanker, mehr säulenförmig und mit engerem Peristom. Dazu kommt eine niedrigere Rpzahl und geringere Grösse. Rpzahl 3032, Varbr 2637. Lg. 2327 (Max.Freq. 25), Varbr 2230. Alle übrigen Charaktere sind gleich mit der vorigen Form.

            Es ist aber interessant zu sehen, dass die Isolation durch einen steinwurfbreiten Meeresarm genügt hat, um eine selbständige Lokalrasse zu erzeugen, die zwar nicht an jedem einzelnen Exemplar, aber doch unzweifelhaft bei grösserem Material zu erkennen ist. Unterschiede im Boden oder in der Vegetation waren zwischen beiden Fundplätzen nicht wahrzunehmen, doch muss ich bekennen, dass ich auf ihnen zusammen nur drei stunden mich aufhielt und daher keine Untersuchungen nacht dieser Richtung anstelle konnte. Aus allgemeinen Gründen können ja nur äussere Faktoren für jene Differenzen verantwortlich gemacht warden und dass solche Unterschiede des Milieus vorhanden sind, dafür spricht deutlich der Umstand, dass auf der Nebeninsel die Schnecken massenweise vorhanden waren, während sie auf der gegenüberliegenden Küste der Hauptinsel viel seltener waren. Daher stand das Sammelresultat in gleichen Zeiten im Verhältnis von 5:1.

            c) Lokalform von Stocking Island gegenüber Georgetown, Great Exuma (Taf. 3, Reihe d).

            40 ausgewachsene Schalen, welche von Dr. Millspaugh gesammelt wurden. Auch diese Lokalform hat ihre kleinen Besonderheiten. Parf nur bei 2 Exemplaren sehr klein, sonst überall gut oder sogar sehr gut (d, Nr. 2) ausgebildet, im Gegensatz zu den beiden anderen Fundorten. Parcall stark, aber nicht so schmal und scharf wie bei a und b, sondern breiter, rundlicher, wenngleich meist mit deutlicher Kantenlinie. Per bei 13 Exemplaren (Taf. 3, d, Nr. 1) wie bei a und b; bei 27 ist Per etwas breiter dicker und mit einer Rpl versehen, die bis 1 mm breit warden kann. Färbung wie bei a und b, aber das Weiss der Rp ist weniger auffällig. Die Rp schimmern fast nie durch die Parietalwand der Mundhöhle durch, welche schmutzig hellbraun, selten dunkler ist. Rp meist etwas niedriger als bei a und b. Rpzahl 2833 (Max.Freq. 29), Varbr 2539. Lg 2530 (Max.Freq. 26), Varbr 2434.

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